Letzter Einsatz  

Einsatz Nr. 4/2018

18.01.2018 um 12:02 Uhr

Einsatzart: Technische Hilfe – Sturm

Einsatzort: Berner Heerweg / Wagnerkoppel

Lage: UNWETTER: Ast/Baum gefallen

 

   

Aktuelle Termine  

Keine Termine
   

Unwetterwarnungen DWD  

Wetterwarnung für Hansestadt Hamburg :
Amtliche WARNUNG vor FROST
Sonntag, 21.01. 23:47 bis Montag, 22.01. 12:00
Level: 2 Type: 5
Event: FROST
Es tritt leichter Frost bis -2 °C auf.
1 Warnung(en) aktiv
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 22/01/2018 - 03:21 Uhr
   
Florian Hamburg Oldenfelde-Siedlung xx
LLG 1500 S

LLG 1500 S

Fahrzeugdaten
Abkürzung: LLG 1500 S
Funkrufname: Florian Hamburg Oldenfelde-Siedlung xx
Klassifizierung: Löschgruppenfahrzeug
Kennzeichen: HH-FF 888 H
Baujahr: 1942

Das Fahrzeug ist seit dem 01.01.2000 im Besitz der Oldtimergruppe

 

 

Leichtes Löschgruppenfahrzeug LLG / Löschgruppenfahrzeug LF 8 der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg Oldenfelde-Siedlung.

 

Dieses Fahrzeug wurde 1940 von der Feuerwehr Plön bestellt und 1942 ausgeliefert. In Plön wurde das Fahrzeug bis 1969 unterhalten und dann an die Nachbargemeinde Nehmten verkauft. In Nehmten fuhr das Fahrzeug noch bis Dezember 1999 und wurde dann an die Oldtimerfreunde-Oldenfelde-Siedlung verkauft.
Seit Anfang 2000 wird das Fahrzeug stätig in den Originalzustand von 1942 zurückversetzt.

Das Fahrzeug hat am 4. September 1942 15.290,85 RM gekostet.

 

Fahrgestell: Mercedes-Benz L 1500 S-F
Aufbau: Mercedes – Benz / E.C. Flader Jöhstadt
Baujahr: 1942

 

Beladung/ Ausstattung:

 

  • Fackelkasten mit Wachs- und Starklichtfakeln

  • 2 Handscheinwerfer

  • 4 Signaltaschenlampen

  • Einreißhaken

  • Zahnstangenwinde

  • Einheitstragkraftspritze ETS 800 Liter, Förderleistung: 800 l/min bei 8 bar (bis 1944 auf Tragkraftspritzenanhänger Tgsa)

  • 4 A-Saugschläuche und saugseitiges Zubehör

  • 8 B-Druckschläuche á 20 m (ab 1942 nur noch Schläuche á 40 m)

  • 18 C-Druckschläuche á 20 m (ab 1942 nur noch Schläuche á 40 m)

  • 1 Verteiler

  • 1 B- und 3 C-Mehrzweckstrahlrohre

  • Kübelspritze

  • 3 Sauerstoffschutzgeräte/ Heeresatmer

  • Krankentrage

  • Sanitätskasten

  • 4-teilige Steckleiter

 

Das ab dem 16.02.1940 getypte (genormte) Leichte Löschgruppenfahrzeug LLG entstand nach Forderungen kleinerer Feuerwehren nach einem wendigen, schnellen und vielseitigem Löschfahrzeug mit vollständig geschlossenem Aufbau. Aufgrund dieser Forderungen wurde die offene Kraftzugspritze KzS 8 des Reichsluftfahrtministeriums fallen gelassen und das Leichte Löschgruppenfahrzeug LLG entwickelt. Mit der Einführung der Einheitsabkürzung 1943 wurde aus dem vormaligen Leichten Löschgruppenfahrzeug LLG das Löschgruppenfahrzeug LF 8. Bis zum Kriegsende 1945 wurden 4.800 Leichte Löschgruppenfahrzeuge LLG gebaut. Der Stückpreis lag etwa bei 14.000 Reichsmark.

 

Als Chassis diente von 1940 bis 1941 der nur schwach motorisierte Mercedes-Benz L 1500 mit nur 45 PS. Ab Mitte 1941 stellte man dann auf den L 1500 S mit einem immerhin 60 PS leistenden Sechszylinder-Vergasermotor um. Da der L 1500 und der L 1500 S jeweils nur 1,5 Tonnen Nutzlast hatte musste die Tragkraftspritze TS 8 auf einem separaten Einachsanhänger mitgeführt werden. Erst als 1944 das Einheitsfahrgestell von Opel eingeführt wurde konnte die Tragkraftspritze TS 8 dank 3,0 Tonnen Nutzlast im Fahrzeug selbst verstaut werden. Die Aufbauten stammten anfangs von Mercedes-Benz selbst, später aber auch von Flader, Hermanns, Hoenig, Novak, Stoewer und Rosenbauer.

 

Ursprünglich führten die Fahrzeug als Sondersignalanlage ein Elektrogebläse für das akustische Warnsignal mit und eine kobaltblaue Steckscheibe für den Arbeitsstellenscheinwerfer, sowie zwei blaue Kennscheinwerfer auf dem Fahrzeugdach. Aufgrund von kriegsbedingten Sparmaßnahmen entfielen Teile dieser Ausstattung mit der Zeit. Neben Sparmaßnahmen an der Warnanlage wurde im Verlauf des Zweiten Weltkrieges auch am Fahrgestell selbst gespart. So entfielen z.B. die Tankanzeige oder der linke Scheibenwischer.

 

Lackiert waren die Fahrzeuge im Verlauf des Naziregimes in verschiedenen Formen. Ab 1937 sollten Feuerwehrfahrzeuge denen der Polizei angeglichen werden und somit dunkelgrün-glänzend (RAL 840 B2) werden. Die Stadt- und Gemeindewappen entfielen gänzlich zugunsten von Polizeihoheitszeichen. Im Jahr 1942 stellte man aus Kostengründen auf dunkelgrau-matt (RAL 46) um, was vorher die Farbe der luftwaffeneigenen Feuerwehrfahrzeuge war. Den letzten Schritt erreichte man 1943 mit dunkelgelb (RAL 7028), der Farbe der Wehrmacht und dem Entfallen aller Aufschriften auf den Fahrzeug. In den letzten Kriegsjahren wurden die Fahrzeuge meist auch nur noch grundiert und gar nicht mehr lackiert.

   
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